Biotonnen-Aktion geht in die zweite Runde

In Beckum wird erneut ein Blick in die beanstandeten Biotonnen geworfen.

Tonnen, die im ersten Durchgang gelbe oder rote Anhänger kassiert hatten, werden noch einmal aufgeklappt. Wie im Sport gilt: Das zweite Mal gelb ist rot.

Beckum. Seit Ende September wirft das Aktionsteam einen Blick in die Biotonnen in Beckum. Es ist auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die dort nicht hineingehören. 3.159 Deckel hat das Team schon aufgeklappt. Die Aktion des Kompostwerks Warendorf in Zusammenarbeit mit der AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH, und der Stadt Beckum soll am Ende eine bessere Kompostqualität hervorbringen. Jetzt startet in einigen Abfuhrbezirken die zweite Runde.

Was fehlerhaft in der Biotonne landet, zum Beispiel Kunststofftüten (auch „kompostierbare“), Windeln oder verpackte Lebensmittel, muss kostenintensiv wieder aussortiert werden. Daher hängen seit Ende September grüne, gelbe und rote Anhänger an Beckums Biotonnen. Nach dem Ampelprinzip gilt dabei: grün - alles in Ordnung, gelb - es könnte besser sein, rot - sehr viele Störstoffe, die Tonne wird nicht abgefahren und muss nachsortiert werden.

„Ab Montag werden die Mitarbeiter einen zweiten Blick in all jene Tonnen werfen, die im ersten Durchgang einen gelben oder roten Anhänger bekommen hatten“, erklärt Silke Stöppel von der Stadt Beckum das Konzept. Das betrifft 438 Tonnen. Der häufigste Grund: Plastiktüten.

Beutel aus so genannten „biologisch abbaubaren Wertstoffen“ (BAW) finden sich nach wie vor oft n den Biotonnen. Diese Beutel, die mit dem Hinweis kompostierbar verkauft werden, dürfen im Kreis Warendorf nicht verwendet werden, da sie sich im Prozess des Kompostwerks nicht zersetzen und Kunststoffreste im fertigen Kompost landen. Alternative: Normale Müllbeutel verwenden, die wertvollen Bioabfälle in die Biotonne entleeren und die Mülltüte zum Restmüll geben.