Biotonnenkontrolle in Sendenhorst ist beendet

Überwiegend gute Ergebnisse

Störstoffe haben im Bioabfall nichts verloren. Die Sotierung ist aufwändig und kostenintensiv.

In dieser Tonne war leider gar nichts „bio“: Sie bekam einen roten Anhänger und wurde nicht abgefahren. Ein Kreislauf, dessen Bestandteil guter Kompost ist, ist mit diesem Tonneninhalt nicht möglich.

Diese Beutel - obwohl als biologisch abbaubar gekennzeichnet - zersetzen sich im Kompostwerk nicht, die Verwendung ist in der Abfallsatzung untersagt. Es gab einen gelben Anhänger an die Tonne.

Sendenhorst. Mehrere Wochen war ein Aktionsteam in Sendenhorst unterwegs auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die in der Biotonne nichts zu suchen haben. Die Aktion des Kompostwerks in Zusammenarbeit mit der AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH, und der Stadt Sendenhorst soll am Ende eine bessere Kompostqualität hervorbringen. Jetzt ziehen die Beteiligten Bilanz.

Nach dem Ampelprinzip galt bei der Biotonnen-Aktion: grün - alles in Ordnung, gelb - es könnte besser sein, rot - sehr viele Störstoffe, die Tonne wird nicht abgefahren und muss nachsortiert werden. Von den 871 in Augenschein genommenen Biotonnen bekamen 705 Stück (80,94%) einen grünen Anhänger: Sie waren vorbildlich sortiert.
In den 101 Biotonnen, die einen gelben Anhänger bekamen, waren vor allem Plastiktüten das Problem. Weder „normale“ Plastiktüten noch solche, deren biologische Abbaubarkeit gegeben ist, dürfen im Kreis Warendorf in die Biotonne. Der Grund: Sie alle müssen kostenintensiv aussortiert werden, was trotz modernster Technik nicht immer ganz gelingt.
Verbleibende Plastikteile und Kunststofffetzen, die im Verarbeitungsprozess im Kompostwerk immer kleiner werden, verunreinigen am Ende den Kompost und landen im Garten und auf Feldern. Das gilt auch für die „biologisch abbaubaren“ Tüten.
Der Abbau dauert wesentlich länger als die Verarbeitung des Biomülls im Kompostwerk. In manchen Tonnen wurden Zigaretten, Katzenstreu und Kot entsorgt – all das gehört aber nicht in die Bio- sondern in die Restmülltonne.
Rote Anhänger gab es in Sendenhorst auch: 65 Tonnen wurden im Verlauf der Aktion damit gekennzeichnet und daraufhin nicht abgefahren. Der Inhalt dieser Tonnen war für eine Verarbeitung im Kompostwerk nicht mehr geeignet, teilweise erinnerten die Behälter an Restmülltonnen.