Biotonnen-Aktion in Ennigerloh geht in die zweite Runde

Seit Mitte April wirft das Aktionsteam einen Blick in die Biotonnen in Ennigerloh. Es ist auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die dort nicht hineingehören.

Tonnen wie diese, die im ersten Durchgang gelbe oder rote Anhänger kassiert hatten, werden noch einmal aufgeklappt. Wie im Sport gilt: Das zweite Mal gelb ist rot.

Diese Anhänger befestigt das Aktionsteam seit Mitte April an den Ennigerloher Biotonnen. Dienstag startet Runde zwei.

2.105 Deckel hat das Team schon aufgeklappt. Die Aktion des Kompostwerks Warendorf in Zusammenarbeit mit der AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH, und der Stadt Ennigerloh soll am Ende eine bessere Kompostqualität hervorbringen. Jetzt startet die zweite Runde.

Was fehlerhaft in der Biotonne landet, zum Beispiel Kunststofftüten (auch „kompostierbare“), Windeln oder verpackte Lebensmittel, muss kostenintensiv wieder aussortiert werden. Daher hängen seit Mitte April grüne, gelbe und rote Anhänger an Ennigerlohs Biotonnen. Nach dem Ampelprinzip gilt dabei: grün - alles in Ordnung, gelb - es könnte besser sein, rot - sehr viele Störstoffe, die Tonne wird nicht abgefahren und muss nachsortiert werden.

„Ab Dienstag werden die Mitarbeiter einen zweiten Blick in all jene Tonnen werfen, die im ersten Durchgang einen gelben oder roten Anhänger bekommen hatten“, erklärt Werner Paulfeuerborn von der Stadt Ennigerloh das Konzept. Das betrifft 304 Tonnen. Der häufigste Grund: Plastiktüten.

Beutel aus so genannten „biologisch abbaubaren Wertstoffen“ (BAW) finden sich nach wie vor oft in den Biotonnen. Diese Beutel, die mit dem Hinweis kompostierbar verkauft werden, dürfen im Kreis Warendorf nicht verwendet werden, da sie sich im Prozess des Kompostwerks nicht zersetzen und Kunststoffreste im fertigen Kompost landen. Alternative: Unbeschichtete Papiertüten wählen. Oder normale Müllbeutel verwenden, die wertvollen Bioabfälle in die Biotonne entleeren und die Mülltüte zum Restmüll geben.