Viel Betrieb an Recyclinghöfen

Kunden sind geduldig und befolgen Auflagen

Am Entsorgungspunkt Nord in Halle ist zurzeit wesentlich mehr los als sonst. Die Mitarbeiter begrüßen die Kunden mit einem Lächeln, auch, wenn sie Mund und Nase dabei bedeckt halten.

Diese Regeln müssen Anlieferer zurzeit einhalten.

Warteschlange vor dem Recyclinghof in Everswinkel: Die Bürgerinnen und Bürger sind geduldig und halten sich auch auf dem Hof an die Abstandsgebote.

Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf. Viereinhalb Wochen ging nichts an den Recyclinghöfen und Entsorgungspunkten von AWG und GEG, den Entsorgungsgesellschaften der Kreise Warendorf und Gütersloh. Nach einer gemeinsamen Entscheidung beider Kreise sind die Höfe seit einer Woche unter strengen Auflagen wieder geöffnet – und es läuft gut, auch dank der umfänglichen Vorbereitung und Umsetzung durch die Mitarbeiter.

Um die Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten zu können, hat der Unternehmensverbund für die Wiedereröffnung seiner Recyclinghöfe und Entsorgungspunkte klare Regeln aufgestellt. Nur wenige Fahrzeuge werden zeitgleich auf das Gelände gelassen, Abstände sind einzuhalten, Hilfe vom Personal gibt es nicht. Durch die Regeln entstehen teilweise lange Wartezeiten, lange Schlangen mit Fahrzeugen sind die Folge. Darin: Entspannte Fahrer, die geduldig die besondere Situation akzeptieren und eben mal etwas länger brauchen, um ihre Wertstoffe, ihren Sperrmüll oder ihren Grünschnitt abzuliefern.

„Ich freue mich sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger besonnen reagieren und die aufgestellten Regeln beachten. Nur so kann es gehen“, verdeutlicht der Warendorfer Landrat Dr. Olaf Gericke. Sein Amtskollege aus Gütersloh, Landrat Sven-Georg Adenauer, ergänzt: „Nach der notwendigen und gemeinsamen Entscheidung zur Schließung haben wir jetzt auch gemeinsam die Wiedereröffnung beschlossen. Es ist schön zu sehen, dass die Schutzmaßnahmen und Wartezeiten in Kauf genommen werden. Hier kann ich nur ein Lob an die Bürgerinnen und Bürger aussprechen.“

„An den ersten Öffnungstagen hat sich gezeigt, dass deutlich mehr Andrang (bis zu 4-fach) besteht als normalerweise unter der Woche, aber unsere Kolleginnen und Kollegen konnten die Kunden über den Tag gut bedienen“, fasst Andreas Meschede, Abteilungsleiter Dienstleistungen im Unternehmensverbund, zusammen. Er ergänzt: „Sollte der Andrang zu groß werden, kann es sein, dass nicht alle Kunden bedient werden können oder der Hof für einige Zeit die Tore schließen muss.“ Teilweise waren Ordnungsamt und Polizei vor Ort, um die Einhaltung der Abstandsgebote zu kontrollieren. Beanstandungen gab es keine.

Geöffnet sind die Recyclinghöfe und Entsorgungspunkte an den gewohnten Öffnungstagen und zu den gewohnten Öffnungszeiten. Informationen dazu finden sich auf www.awg-waf.de bzw. www.geg-gt.de und auf den Internetseiten der Kommunen. AWG und GEG gehen davon aus, dass die Recyclinghöfe und Entsorgungspunkte offen gehalten werden können. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass tagesaktuelle Bedingungen vorübergehende Standortschließungen notwendig machen: zum Beispiel Überschreitung der Lagerkapazitäten für Abfälle, hoher Krankenstand, Bildung von Menschenansammlungen oder weitergehende Einschränkungen wegen der Infektions-Lage.