Die Biotonne im Kreis Warendorf

Biotonne richtig befüllen – Gute Kompostqualität sichern!

Sortenreine Garten- und Küchenabfälle sind auch im Kreis Warendorf das Ausgangsmaterial für einen hochwertigen Kompost, ausgezeichnet mit dem RAL-Gütezeichen. Dieser Kompost dient als idealer Bodenverbesserer bei Pflanzarbeiten sowie als organischer und nachhaltiger Dünger.

Die kompostierbaren Abfälle werden über die Biotonne erfasst und zum Kompostwerk in Ennigerloh befördert. Nach der aufwändigen Aussortierung von Störstoffen und Fehlwürfen wird das Material zunächst zerkleinert und gesiebt bevor die Intensivrotte eingeleitet wird. Während dieses Prozesses erhitzt sich das Material unter idealen Bedingungen auf 70 °C, wodurch Unkrautsamen garantiert zerstört werden.

Am Ende entstehen verschiedene qualitätsgesicherte Gütekomposte und Substrate (z.B. Humusboden, Blumen- und Pflanzerde) mit dem rechtlich geschützten Namen RETERRA®, die Sie direkt beim Kompostwerk Warendorf kaufen können.

Die Biotonne

Das gehört hinein:

  • Alle Obst- und Gemüsereste (auch Zitrusfrüchte, Bananen- und Nussschalen)
  • Reste von Milchprodukten
  • Eierschalen
  • Brot- und Gebäckreste
  • Fette und Öle aus der Speisenzubereitung
  • Gekochte und rohe Speisereste (auch Fleischreste und Knochen)
  • Grünabfälle aus dem Garten, wie z.B. verwelkte Blumen, Stauden, Laub, Strauch- und Rasenschnitt sowie Wildkräuter

Das gehört NICHT hinein:

  • Kunststoffbeutel, Mülltüten
  • Sogenannte „kompostierbare“ oder biologisch abbaubare Folienbeutel (BAW)
  • Verpackungen aus Kunststoff, Metall (z.B. Dosen, Kronkorken), Pappe oder Glas
  • Zigarettenkippen, Asche, Ruß
  • Staubsaugerbeutel
  • Einwegwindeln, Hygieneartikel
  • Kleintierstreu und Tierfäkalien
  • Straßenkehricht
  • Behandeltes Holz
  • Blumentöpfe, Hydrokultursubstrat
  • Keramik- und Porzellanscherben
  • Schadstoffhaltige Abfälle, Batterien
  • Illustrierte, Kataloge
  • Leder, Wolle
  • Haare, Federn, Knochen

Reicht die Biotonne einmal nicht aus, können Sie ihre Grünabfälle kostenpflichtig beim Recycling- oder Wertstoffhof ihrer Stadt/Gemeinde oder beim Entsorgungszentrum Ennigerloh (Westring 10, 59320 Ennigerloh) anliefern.

Kein Plastik in die Biotonne. Auch dann nicht, wenn kompostierbar drauf steht.
Plastiktüten, Flaschen, Glas und weitere Störstoffe gehören nicht in den Bioabfall.

Tipps zur Biotonne

Schatten für die Tonne

  • Stellen Sie die Biotonne in den Schatten. Starke Erwärmung, Fäulnis und Geruchsbildung werden vermieden.

Saubere Tonne – weniger Probleme

  • Füllen Sie die Bio- und Gartenabfälle locker ein. Nur ungepresst kann die Tonne vollständig geleert werden. Damit feuchte Küchenabfälle nicht anhaften oder festfrieren, sollten Sie die Tonne mit trockenen Materialien, wie z.B. dünnen Ästen, Häckselgut oder Zeitungspapier, auskleiden.
  • Speisereste in Zeitungs- oder Küchenpapier einwickeln. Dies saugt die Feuchtigkeit auf und hindert Fliegen an der Eiablage.
  • Den Deckel nicht länger als nötig öffnen um Madenbefall zu vermeiden.
  • Rasenschnitt zunächst antrocknen lassen. Das verhindert nicht nur die Gärung sondern spart zudem Platz.
  • Bei Bedarf die Biotonne nach der Leerung mit (Essig-)Wasser reinigen.

Plastikfreie Zone von der Küche bis zur Biotonne!

  • Kunststofftüten oder „kompostierbare“ Folienbeutel dürfen nicht verwendet werden, auch dann nicht, wenn für sie der Nachweis der Abbaubarkeit erbracht wird.* Sie verunreinigen den Kompost und müssen daher kostenintensiv aussortiert werden.
  • Nutzen Sie alternativ Papiertüten, Zeitungs- oder Küchenpapier. Sie können die Kunststofftüten auch in die Biotonne entleeren und die Tüte selbst in den Restabfall geben.
  • Entfernen Sie die Verpackungen überlagerte Lebensmittel vor der Entsorgung. Ebenso Blumentöpfe und Draht aus Pflanzen.

* siehe Satzung über die Abfallentsorgung des Kreises Warendorf vom 23. Oktober 2015, §11 Absatz 4.

Achtung: Kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die Bioabfalltonne!

Der Handel bietet „kompostierbare“ Plastiktüten an, die aus einer Mischung herkömmlicher Kunststoffe und pflanzlicher Stärke bestehen. Damit ist zwar grundsätzlich eine biologische Abbaubarkeit, also Verrottung in der Kompostierung gegeben, aber:

  • Je nach Produkt werden die oft teuren Tüten im Kompostwerk nicht vollständig abgebaut und können den fertigen Kompost verunreinigen.
  • Bei der Vorsortierung des Bioabfalls werden die biologisch abbaubaren Tüten genauso wie konventionelle Plastikbeutel aussortiert. Da sie dieselben Eigenschaften wie normale Mülltüten aufweisen, ist eine Trennung technisch nicht möglich. Der wertvolle Inhalt geht verloren.
  • Die biologisch abbaubaren Tüten landen gemeinsam mit normalen Plastikbeuteln und anderen Störstoffen im aussortierten Restabfall, der vom Kompostwerk nicht verarbeitet werden kann und teuer entsorgt werden muss. Daher dürfen diese Tüten laut Abfallsatzung des Kreises Warendorf nicht verwendet werden!

Anstelle der biologisch abbaubaren Tüten verwenden Sie bitte in geringen Mengen Küchenkrepp oder Zeitungspapier, um Ihre feuchten Bioabfälle einzuwickeln.
Tipp:
Abfälle einfach in preiswerten Müllbeuteln sammeln, in die Biotonne entleeren und den Beutel selbst zum Restabfall geben.

Weniger Störstoffe im Bioabfall sind Voraussetzung für eine problemlose Kompostierung und die Herstellung von qualitativ hochwertigem Kompost. Höhere Störstoffgehalte im Bioabfall führen zu höheren Verarbeitungskosten im Kompostwerk und zu höheren Gebühren für die Abfallentsorgung.